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von Julia

Prolog

Es ist Sonntag. Ich, Lena-Luisa, liege in meinem Zimmer auf dem Bett und sehe dem prasselnden Regen, der gegen die Fensterscheibe klatscht, zu. Eigentlich hatte der Tag ganz gut angefangen, ich wollte mich mit Melly, Sam und Dorothee-Diana, genannt Dori, treffen und schwimmen gehen, doch das Wetters machte mir, wie schon so oft, einen Strich durch die Rechnung.

Und nun liege ich hier, an diesem Tag im Juli und schreibe in das hellgrüne Tagebuch, das mir Tante Waltraud gestern zum 16. Geburtstag geschenkt hatte. Tante Waltraud, auch Traudl genannt, ist die Schwester meiner Mutter. Sie ist ein wenig dicklich und ihre feuerroten, gelockten Haare stehen in alle Himmelsrichtungen ab. Meine Mutter sagt immer, sie würde aussehen, als wenn sie gerade aus dem Bett gekommen wäre, aber ich finde, der Wuschelkopf steht ihr. Traudl ist überhaupt ein wenig anders. Sie trägt zum Beispiel keine 'normalen' Klamotten, oder zu mindest die Kleidung, die man sich für eine knapp 40-jährige vorstellen würde, nein, sie liebt schmuddelig graue Faltenröcke und weite Strickpullis. Dazu trägt sie abgewetzte Aldislipper und einen Strohhut. Alles selbstverständlich bio.

Doch trotz alledem mag ich meine Tante. Sie ist sogar so herzlich, dass sie mich zur Begrüßung fast zerdrückt, aber daran habe ich mich intzwischen gewöhnt.



17.3.07 16:14


von Susanne (Marshmallowkiss)

„Quietschende Addiletten“ oder „Sind wir anders?“

Ich war heute mit meiner Freundin in unserem örtlichen, völlig überteuertem Hallenbad, in dem tausende von kleinen Kindern zusammen mit ihren überfetten Eltern an der Hand zusammengepfercht ins übervolle Becken pinkeln um dann darin rumzuplantschen und jedem, der auch nur drei Meter entfernt im Umfeld dieser kleinen Gören friedlich seine Runden dreht, eine Spülung der Sorte „Natursekt“ zu verpassen.
Gerade als wir uns in unsere mühsam erkämpften Liegestühle fallen lassen und unser Eis schlecken wollten, kommt so ein Typ in abgewetzten Adiletten daher, die sich mit Wasser voll gesogen haben und fürchterlich quietschen. Bei jedem Schritt machen sie „quietsch - quietsch - quietsch“. Als wenn einmal nicht genug wäre, muss sich dieser Typ uns dreimal vorführen und dabei, wie eine hochschwangere Frau, die Hand in die Hüfte gestützt, sein fettes Bäuchlein hervorstrecken.
Schon als wir aus 10 Meter Entfernung zum dritten Mal dieses furchtbare Geräusch hören, können wir uns vor lachen nicht mehr halten. Und dann wirft sich dieser bekloppte Typ auch noch sein Handtuch so über den Kopf, dass er aussieht, wie ein Baby, das grade in ein Schnuffeltuch gewickelt wurde. Meine Freundin kippt vor lauter Lachkrampfattacken vorne über den Stuhl und schmiert sich ihr Schokoladeneis ins Gesicht, so dass sie aussieht wie ein Panda mit Durchfallkrämpfen.
Bin ich denn die Einzige, die normal ist? Ich trage weder quietschende Adiletten, noch pinkle ich ins Becken, ich bin nicht fett und auch kein Mann, der so fett ist, dass er schon Schwangerschaftsstreifen hat.
Im Außenbecken, wo endlich mal Ruhe ist, weil den ganzen verweichlichten Touris das Wasser da ja „viel zu kalt“ ist, kann ich mich endlich entspannen und lege mich zu diesem Zweck auf den Rücken und schließe die Augen. Doch prompt, es gönnt mir wirklich keiner meine Ruhe, schreit meine Freundin:„Susanne, geh mal aus dem Weg!“, doch ich schreie einfach zurück, dass ich doch ''aus dem Weg bin'', und presche voll in die - ebenfalls fette - Frau rein, die mich böse anstarrt. Schnell verschwinde ich vom Ort des peinlichen Geschehens und sage noch entschuldigend zu meiner Freundin „Bei so einem Ausmaß ist die Chance einer Kollision aber auch ziemlich hoch!“ Stimmt auch, man muss das mal so sehen, ich bin hier das Opfer. Das Opfer einer völlig verfetteten Gesellschaft...



4.3.07 20:06


von Susanne (Marshmallowkiss)

Ich bin anders. Das habe ich jetzt gemerkt.
Gestern Morgen wache ich auf und denke, ich bin tot. Dabei hat diese Hirngurke von Nachbar nur sein Autoradio ausprobiert und eine volle halbe Stunde lang „Amazing Grace“ gespielt - auf voller Lautstärke!
Als ich immer noch nicht ganz wach war, aber mittlerweile sicher, nicht im Himmel zu sein, dachte ich es wäre eine Strafe Gottes, dass ich in der Konferzeit nie in der Kirche war. Da war es Sonntag halb 9.
Ein weiteres klares Beispiel für meine Individualität, war dieses Ereignis:
Stolz auf meine streberhaften Bemühungen wollte ich die Hausaufgaben dann ausdrucken, verzweifle dann aber an der Eigenwilligkeit des Druckers, der wohl heute seinen zickigen Tag hatte. Nun gut, Drucker deinstallieren, neu installieren. Kann ja auch sein, dass es daran liegt. Nach ungefähr zehnmal wiederholen dieses Vorgangs schreie ich völlig entnervt auf, was meine Mutter ins Zimmer stürmen lässt, während ich auf den Drucker einschlage. Mama geht - bestimmt, wie sie ist - auf mich zu, zieht mich vom Drucker weg, macht ihn an und weg ist sie wieder. Meine Mutter, der ich am Anfang ihrer technischen Laufbahn noch den Doppelklick beibringen musste.
Auszug aus „Susannes Memoiren - das Leben einer Intelligenzbestie“

2.3.07 21:43


von Julia

Es war an einem Donnerstagmorgen. Der Wecker klingelte wie immer um 6:45. Völlig fertig schrak ich hoch und haute wie (Hella) von Sinnen auf den Wecker-Aus-Knopf. Als das blöde Teil nun endlich seine Ruhe gab, sank ich völlig fertig und verschwitzt wieder zurück in mein flauschig weiches Kopfkissen. Als ich dann merkte, wie heiß es in meinem Zimmer war, sprang ich erstmal auf, um die Heizung runterzudrehen. Dann schlief ich erstmal wieder ein. Glückselig träumte ich irgendwas, was aber sofort nach dem Aufwachen wieder aus den tiefen Abgründen meines jungen, 14jährigen Gehirns verschwand.
Um 18 Minuten vor 8 wachte ich zum zeiten Mal auf. Diesmal war es jedoch nicht mein Wecker, sondern -und das war noch viel schlimmer als ein Wecker- meine Mutter. Die stand nun völlig aufgeregt im Bademantel im Türrahmen und versuchte mich verzweifelt kreischend darauf hinzuweisen,  dass ich in einer Viertelstunde in der Schule sein müsste, und deshalb jetzt so schnell wie möglich aufstehen sollte. Ich ärgerte mich also darüber, dass man diesen menschlichen Wecker leider nicht abstellen klonnte, schaute auf meine Uhr und sah, dass es erst in 2 Minuten Viertel vor war. Ich lag also noch - weiterhin von der hysterischen Stimme meiner Mutter genervt - 2 Minuten im Bett und stand dann auf. Naja...eigentlich fiel mein vom Muskelkater gebeugter Körper mehr oder weniger aus dem Bett und ich torkelte ins Bad...

2.3.07 21:33





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